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WDR

Wide Dynamic Range bedeutet auf Deutsch weiter/großer Dynamikbereich bzw. Dynamikumfang. Der Ausdruck Dynamikbereich bezeichnet allgemein den Unterschied zwischen dem größten und kleinsten Wert einer physikalischen Größe, die gemeinsam auftreten. Bei der Videoüberwachung geht es um den Unterschied, der zwischen den hellsten und dunkelsten Anteilen eines Videobilds besteht, also um den Helligkeitskontrast. Je größer der Helligkeitskontrast ist, desto schwieriger ist es für eine Überwachungskamera, das gesamte Bild korrekt zu belichten. Beispiele für schwierige Lichtsituationen sind Autoscheinwerfer in der Dunkelheit und Gegenlichtaufnahmen, wenn das wichtige Motiv dunkler ist als der hell erleuchtete Hintergrund.

Normale Bildsensoren haben einen Dynamikumfang von ca. 72 dB. WDR Kameras sind mit speziellen Techniken ausgestattet, um diesen Bereich auf 120 oder sogar 140 dB zu erhöhen. Eine Methode der Erhöhung des Dynamikumfangs besteht in der Zusammensetzung eines kompletten Videoframes aus unterschiedlich lang belichteten Teilen: Die hellen Bildanteile werden nur kurz belichtet, die dunklen länger, ein kamerainterner Algorithmus kombiniert die Einzelteile. Eine andere Methode ist das pixelgenaue Umschalten der Empfindlichkeit des Sensors: Die Sensorpixel, auf die viel Licht fällt, werden mit einer geringen Empfindlichkeit belegt, diejenigen, auf die nur wenig Licht fällt, mit einer hohen Empfindlichkeit. Eine dritte rein digitale Optimierung funktioniert auf Basis der Kontrastanhebung in den dunkelsten Bildbereichen (Digital Wide Dynamic Range, DWDR).

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